Mit ganzem Herzen Klima

Extremwetter in Spanien, Portugal und Marokko

2026-02-09 14:28 Klima global
In Marokko, Spanien und Portugal treffen derzeit mehrere kräftige Tiefdruckgebiete (z. B. „Leonardo“, „Marta“) hintereinander ein, die außergewöhnlich viel Regen bringen. Die Regenfälle führen zu Toten und hunderttausend Menschen müssen evakuiert werden.

Meteorologen verknüpfen solche Wetterserien mit veränderten atmosphärischen Mustern, die durch wärmere Meere und veränderte Luftströmungen verstärkt werden. Kurz erklärt kann eine wärmere Luft und Atmosphäre infolge des Klimawandels mehr Wasser speichern: Mehr Wasserdampf in der Atmosphäre --> stärkere Regenmassen.

Der Weltklimarat der Vereinten Nationen (IPCC) identifiziert die Mittelmeerregion als vom Klimawandel besonders betroffen. Dabei ist insbesondere der Temperaturanstieg in der Region deutlich höher als im globalen Durchschnitt. Ebenso werden Dürren häufiger und die Gefahr für Starkregenereignisse steigt.

Aktueller Ausblick: Neue Überschwemmungen sind aufgrund vorhergesagter weiterer Regenfälle wahrscheinlich. Die Böden sind bereits gesättigt und können kein weiteres Wasser aufnehmen. Regen fließt bei Neigung oberirdisch ab, Flüsse haben bereits Hochwasser, treten über die Ufer oder Wasser sammelt sich in Senken und Ebenen.

Quellen:
Cross-Chapter Paper 4: Mediterranean Region | Climate Change 2022: Impacts, Adaptation and Vulnerability
Tote durch Winterstürme in Marokko, Spanien und Portugal | tagesschau.de