Gut geschützt, clever gedämmt
Die neuen Fassaden bestehen aus Holz – einem nachwachsenden Rohstoff – und wurden als vorgehängte hinterlüftete Konstruktion ausgeführt. Das klingt technisch, bringt aber gleich mehrere Vorteile mit sich: Zwischen 18 Zentimeter starker Mineralwollplatten-Dämmung und Außenfassade sorgt eine Luftschicht dafür, dass Feuchtigkeit zuverlässig abgeführt wird. Die hinterlüftete Fassade hilft nicht nur im Winter beim Energiesparen, sondern sorgt auch im Sommer für ein angenehmeres Raumklima. Durch die Luftzirkulation heizen sich die Außenwände deutlich weniger auf. Die Räume bleiben selbst an heißen Tagen kühler – ganz ohne energieintensive Klimaanlagen. Nachhaltigkeit bedeutet hier also nicht nur Energie sparen, sondern auch clever mit den Herausforderungen des Klimawandels umzugehen. Moderne Dreifachverglasungen und neue Außentüren reduzieren zusätzlich Wärmeverluste.
Grüne Dächer, grüner Strom
Auch auf den Dächern wurde konsequent nachhaltig gedacht. Die sanierten Flachdächer erhielten überwiegend extensive Dachbegrünungen, die Regenwasser speichern, das Mikroklima verbessern und gleichzeitig als natürlicher Hitzeschutz wirken. Kombiniert wurden die Gründächer mit großflächigen Photovoltaikanlagen. So produziert der Bauhof einen großen Teil seines Stroms direkt selbst – klimafreundlich und vor Ort. Insgesamt bringen die PV-Anlagen inzwischen eine Leistung von 88,56 kWp auf die Dächer.
Moderne Technik, weniger Verbrauch
Auch im Inneren wurde modernisiert: LED-Beleuchtung spart Strom, während intelligente Gebäudeautomation dafür sorgt, dass Heizung und Technik nur dann laufen, wenn sie wirklich gebraucht werden.
Ein weiterer großer Schritt Richtung Klimaschutz war die Umstellung der Wärmeversorgung. Statt der alten Ölheizung arbeitet nun eine moderne Luft-/Wasser-Wärmepumpen, die ideal mit dem selbst erzeugten Solarstrom kombiniert werden kann. Ergänzt wird das System im Sozial- und Verwaltungsgebäude durch energieeffiziente Fußbodenheizungen im Niedertemperaturbereich.